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Volles Programm
Jetzt habe ich es auch endlich nach Hause geschafft. Gestern war "volles Programm" - St. Patricksday in Wien (Fest der Irländer),
dann habe ich mich mit einer Freundin in
Wien Liesing getroffen, wir haben dieses Jahr unser erstes Eis konsumiert.
Und Abends hatte ich dann wieder "das Vergnügen" mit meinem Süssen. Heute habe ich ein
bisserl Kopfweh, war wohl zu wild. Ich wüsste nicht, wie ich die ganze Misere ohne meinen Lover
durchstehen würde. Wenn die Frau anderen gegenüber locker ist, wenn ihr
Mann
nicht dabei ist, dann ist das ein Hinweis drauf, daß sie sehr wohl unterscheiden kann, was "möglich" ist, wenn ihr Mann dabei
ist und was möglich ist, wenn er nicht dabei ist. Das wäre ja schon mal ein Pluspunkt, daß sie das
auseinanderhalten kann.
Ob sich dann mehr draus ergeben kann, das weiß er
nur, wenn er sich mal vorwagt. Aber als Frau kann ich schon sagen: so mir nix Dir nix gebe ich keinem ein
Küsschen auf den Mund - ein Wangenbusserl ist schon öfters drin, aber auf den Mund küsse ich nur Typen, die mich wirklich
interessieren. Sollte sich da was mit ihr anbahnen, dann müssen die
beiden auf jeden Fall wegen dem Typen sprechen, denn sonst kann da eine Mordstrumm-Palawatsch rauskommen, wenn der was mitkriegt. Aber wenn man sich
abspricht, dann funktioniert das schon! Mein Lover wohnt z.B. in der gleichen grösseren Ortschaft wie eine Freundin
von mir, ihr hab ich nie seinen Namen gesagt, nur daß er von der Gegend ist, und das auch nur, weil sie mir ein paar Mal Alibis
geliefert hat. Ansonsten bin ich heute froh, daß ich ihr nie mehr gesagt hab, so kommt sie nicht "in Versuchung" und er braucht sich
nicht fürchten, daß was rauskommt. Also so wie sich der Typ aufführt, dürfte der aber mit vielen Leuten so
seine Probleme haben, das würde ich gar nicht unbedingt auf die Frau zurückführen. Es gibt eben so
"Streithanseln", die am liebsten
Krieg mit allen haben.
Die Verwandten aus der väterlichen Linie sind alle recht alt geworden, einer
davon ist mit 95 mit einem Glas Rotwein in der Hand vom Hocker gekippt und war weg,
ansonsten sind fast alle über 80 geworden. Wichtig wäre bei meinem Vater halt, daß er sich ein
bisserl zusammenreisst und sich beim Essen zurückhält und mehr Bewegung macht. Leider hilft da aber das
Reden nicht viel. Aber was soll's - man kann einem anderen nicht vorschreiben,
wie er sein Leben zu leben hat, auch wenn man es noch so gut meint. Schau - was sollst Dich mit den Eltern grossartig "beschäftigen". Hin und
wieder unternimmt man was, solange es geht, aber jeder lebt doch auch sein
eigenes Leben und wennst einen Partner/eine Partnerin hast, dann ist das vorrangig. Die
Eltern haben einen im Prinzip eh nur kurz, eben während Kindheit und Jugend
und dann geht jeder mehr oder minder seine eigenen Wege. Manchmal denk ich
mir auch, daß es von manchen Eltern unverschämt ist, daß sie für 17 Jahre
"Obsorge" (manche länger) dann verlangen, daß die Kinder bis ans Ende ihrer
Tage auf "schnipp" für sie da sind und sie dann - wenn sie bereits selbst 50
oder 60 oder älter sind, vielleicht noch pflegen "dürfen". Die Zeiten haben sich geändert,
arbeiten muss jeder und das ziemlich lang
und Kinder sind keine "Lebensversicherung" oder "Pflegeanstalt". Sicher schaut man, daß man ein gutes Einvernehmen miteinander hat. Aber
ansonsten ist doch jeder mehr oder minder auf sich selber gestellt. Du bist auch nicht der "Freizeit-Beschäftiger" Deiner Eltern, sondern die
können sich selbst sehr gut beschäftigen wenn sie das wollen. In dem Jahr, als meine Mutter damals gestorben ist, habe ich
gerade mit den ebay Auktionen
angefangen, war ziemlich eingespannt. Ich hab mich oft gefragt, ob ich hätte
mehr für sie tun können. Aber sie hat mich am Tag manchmal sogar 20 Mal angerufen
(als sie im Spital lag) und ich hätte definitiv nicht mehr für sie tun können, als immer wieder
mit ihr zu sprechen und ihr auch hin und wieder (auch unsanft, manchmal ging
es nicht anders - danach wusste ich: sie hatte bereits Metastasen im Gehirn,
war auch durch die Schmerzmittel oft nicht mehr bei klarem Verstand) klar zu
machen, daß ich meiner Beschäftigung nachgehen muss. Also ich glaube, wirtschaftlich geht es
allmählich wieder bergauf - im GM-Werk in Aspern (in der Nähe von meinem Vater)
waren 1000 Leute auf Kurzzeit beschäftigt, die sind nun zumindest wieder auf ein
halbes Jahr auf Vollzeit, da gehts allmählich bergauf. Die Börsen erfangen sich auch allmählich. Und ich hoffe,
daß der Madoff so viel Strafe ausfasst wie nur möglich, der hat
anscheinend viele Leute und Firmen an den Rand des Ruins getrieben, mit seinen
Börsespekulationen! Es gibt im Leben immer wieder so Talsohlen, da ist eine Weile
Flaute und dann geht's wieder bergauf! Wirst sehen, in Kürze hat Dein
Freund auch Du wieder "Oberwasser". Ist ja auch gut, daß seine Frau endlich arbeiten geht, also hat
seine Kündigung nicht nur Nachteile gehabt. Bezüglich der Texte, da hab ich Dir gestern
was aufs Handy
geschickt, ich schick's Dir dann später nochmal, ich glaub, es ist nicht angekommen...?!
Also bei Siemens arbeiten wäre sicher nicht schlecht. Ist ja doch eine grosse
Firma. Anfahrt geht "grade noch". Kriegt er aber dann auch wenigstens das Pendlerpauschale
dazu. Nachtschicht wäre natürlich finanziell besser. Ich habe früher lieber in
der Nacht gearbeitet, es war immer das ruhigere und angenehmere Arbeiten. Und da
ist er dann auch bald wieder drin. Der "Zukunftsplan" sollte aber doch
heissen: so selbständig als möglich. Ich bin nach wie vor von seiner Arbeit begeistert und
überzeugt, in die Richtung ist sicher noch viel zu machen. Er ist auch noch jung genug, daß das klappt und
kann es aus eigenem schaffen!
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